17. März 2020, 20:18 Uhr

Klingelnde Kassen

17. März 2020, 20:18 Uhr

Frankfurt/Wiesbaden - Verkehrssünder haben einigen größeren Städten in Hessen gestiegene Knöllcheneinnahmen beschert. Sechs von zehn angefragten Kommunen erzielten 2019 einen Zuwachs bei Verwarn- und Bußgeldern im Vergleich zum Jahr 2018, wie eine dpa-Umfrage ergab. Eine Übersicht:

Mehreinnahmen: In der Landeshauptstadt Wiesbaden stiegen die Einnahmen wegen Verkehrsverstößen im ruhenden und fließenden Verkehr von etwa 4,25 auf rund 5,54 Millionen Euro. Es seien wesentlich mehr Verstöße geahndet worden. Die Zahl sei von 228 000 auf 335 000 gestiegen, berichtete das Verkehrsdezernat. Allerdings hat die Stadt auch mehr Mitarbeiter bei der Ordnungspolizei eingesetzt.

Ein deutliches Plus registriert auch Darmstadt. Wegen gestiegener Fallzahlen seien auch die Einnahmen von 2,0 auf rund 2,5 Millionen Euro in die Höhe geschossen. Die Erklärung: Es wurden weitere Blitzersäulen in Betrieb genommen.

Auch in Rüsselsheim klingelte die Kasse. Die Einnahmen stiegen den Angaben zufolge von 809 000 Euro im Jahr 2018 auf 1,056 Millionen Euro. Auch hier stiegen wegen vermehrter Kontrollen die Fallzahlen von 54 300 auf 70 200.

In Fulda stiegen die Einnahmen von 1,54 auf 1,60 Millionen Euro. Der Grund: erhöhte Fallzahlen (von 102 000 auf 110 000). Auch Hanau bilanzierte leichte Zuwächse. Die Einnahmen stiegen von 1,04 auf 1,13 Millionen Euro, nachdem auch die Fallzahlen zulegt hatten (von 63 100 auf 67 400).

Bad Hersfeld verzeichnete ebenfalls ein Plus. Die Einnahmen gingen von 260 000 Euro im Jahr 2018 hinauf zu 310 000 Euro, wie ein Sprecher des Bürgermeisters sagte. »Dies lag teilweise auch an der Durchführung des Hessentages.«

Weniger Einnahmen: In Frankfurt sanken die Einnahmen von 15,16 Millionen Euro auf 13,06 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Denn auch die Fallzahlen gingen zurück. Von 795 000 auf 697 000, wie die Stadt mitteilte. Seit geraumer Zeit werden viele Maßnahmen baulicher Art umgesetzt, die das Falschparken verhindern. Hauptsächlich in Form von Fahrradbügeln.

In Kassel sanken die Einnahmen den Angaben zufolge deutlich von 3,40 Millionen Euro auf 2,96 Millionen Euro. Die Fallzahlen gingen deutlich zurück von 236 000 auf 202 000 Fälle.

Weniger Einnahmen im Jahr 2019 als im Jahr 2018 bilanzierte auch Offenbach. Die Summe sank von 2,62 Millionen Euro auf 2,47 Euro, wie die Stadt mitteilte. Denn die Fallzahlen seien von 226 300 auf 198 600 zurückgegangen.

In Gießen gingen die Einnahmen von 1,55 auf 1,42 Millionen Euro zurück. Die Fallzahlen sanken von 90 900 auf rund 81 800. Die Entwicklung begründete die Stadt mit weniger Personaleinsatz und weniger Blitzern. dpa/lhe

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