03. März 2011, 10:00 Uhr

Keine Fastnacht ohne TÜV: Behörde prüft die Sicherheit der Festwagen

Frankfurt (dapd). An diesem Tag hat der TÜV-Sachverständige Holger Werking nichts zu bemängeln. Der Fastnachtsfestwagen des Flughafenbetreibers Fraport erfüllt alle Sicherheitsauflagen und darf am Sonntag am Fastnachtsumzug durch die Innenstadt teilnehmen. »Den Festwagen hat die Verkehrswerkstatt des Flughafens gebaut. Hier ist Sachverstand vorhanden«, sagt der TÜV-Prüfer anerkennend.
03. März 2011, 10:00 Uhr
Der Flügel kann eingeklappt werden, sonst dürfte der Wagen nicht über die Straße zum Karnevalsumzug rollen. Holger Werking vom TÜV Hessen überprüft in einer Werkshalle auf dem Flughafengelände den Karnevalswagen des Flughafenbetreibers Fraport. (Foto: dapd)

Nicht alle Abnahmen, die Werking in den Wochen vor Fastnacht durchführt, laufen so reibungslos. Oft ist er in Dörfern im Rheingau unterwegs und begutachtet landwirtschaftliche Maschinen, die zu Festwagen für kleine Fastnachtsumzüge umgebaut wurden. »Da gibt es öfter was zu monieren. Mitunter werden älteste Fahrzeuge umgebaut, deren Reifen so porös sind, dass man die einfach nicht fahren lassen darf«, erzählt Werking.

geben«, sagt Werking.

gentlich keine Probleme niere an den Tragflächen der, Leiter der Fahrzeugtechnik am Flughafen, ist sichtlich stolz auf den Wagen, den seine Mitarbeiter gestaltet und gebaut haben. Die TÜV-Abnahme der Fastnachtswagen ist gesetzlich vorgeschrieben. »Die meisten Vorschriften für die Festwagen gelten für alle Fahrzeuge im Straßenverkehr, unabhängig von ihrer Nutzung«, erklärt der TÜV-Sachverständige. Ein Merkblatt, das aus dem Internet heruntergeladen werden kann, führt die technischen Voraussetzungen für die Zulassung der Wagen auf und gibt Hilfestellung für den Umbau. »Wenn man sich daran hält, sollte es eiund klappt die Tragflächenspitzen um. »Jetzt stimmt die Experte nimmt mit dem Zollstock
zentimetergenau Maß

sehen lassen«, sagt er. Seine Techniker standen bereits während des Wagenumbaus mit TÜV-Prüfer Mit einem Zollstock überprüft er die Breite des Fraport-Festwagens. »Im Straßenverkehr, das heißt auf dem Weg zum Fastnachtsumzug, darf der Wagen maximal 2,55 Meter breit sein. Nur auf der Veranstaltung selbst darf diese Grenze überschritten werden«, erklärt der TÜV-Prüfer. Der Fraport-Wagen ist genau 2,50 Meter breit. Allerdings ragen die Tragflächen des auf dem Wagen montierten Flugzeugmodells an beiden Seiten einige Zentimeter über die zulässige Breite hinaus. »Aber die haben sich hier etwas einfallen lassen«, sagt Werking. Er zeigt auf die ScharBreite genau«, sagt er lächelnd. Michael Ha»Der kann sich doch in Verbindung. »Wir wussten zwar aus dem Merkblatt, worauf es ankommt. Trotzdem haben wir Herr Werking um eine Zwischenabnahme gebeten, damit er guckt, was noch fehlt«, erzählt Hader.

Prinzenpaar

prüft der Fachmann Autos und Lastwagen auf Flughafenbetreiber stellt Der Flughafenbetreiber Fraport stellt in diesem Jahr auch das Prinzenpaar der Frankfurter Fastnacht: Markus I. und Nicole I. sind beide Mitarbeiter des Unternehmens. Tatsächlich hatte der Sachverständige bei der ersten Prüfung des Zugwagens einige Mängel festgestellt. Der Feuerlöscher war nicht gekennzeichnet und die Brüstung des Wagenaufbaus war nicht hoch genug. Diesmal ist jedoch alles in Ordnung. »Ich habe es noch nie erlebt, dass ich auf Mängel mehr als einmal hinweisen musste. Bei der zweiten Abnahme hat bislang noch jeder kapiert, worauf es ankommt«, berichtet Werking.

schäft, dem er seit elf Jahren nachgeht. Und das tut Die meiste Zeit des Jahres ihre Verkehrssicherheit. Die Abnahme der Festwagen ist ein Saisongeer mit denkbar großer professioneller Distanz. »Mit Fasching und Karneval habe ich überhaupt nichts am Hut«, sagt er nachdrücklich.



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