15. April 2020, 21:31 Uhr

Kaum noch Passagiere an den Airports

15. April 2020, 21:31 Uhr

Frankfurt/Hahn - Am Frankfurter Flughafen hat sich der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen infolge der Corona-Krise bis zum Osterwochenende weiter fortgesetzt. In der Woche vom 6. bis 12. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 46 338 Fluggäste und damit 96,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Fraport am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. In der Woche zuvor hatte der Rückgang bereits mehr als 95 Prozent betragen. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in der Woche bis Ostern um 28,1 Prozent auf 32 027 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen sackte um 86,3 Prozent auf 1435 Starts und Landungen ab.

Für den gesamten März, in dem sich die Krise und die weltweiten Reisebeschränkungen verschärft hatten, meldete Fraport im Passagiergeschäft einen Einbruch um 62 Prozent auf rund 2,1 Millionen Fluggäste. Das Frachtaufkommen ging um mehr als 17 Prozent zurück.

Zusätzliche Einnahmen fehlen

Vom einzigen größeren Flughafen in Rheinland-Pfalz heben wegen der Corona-Pandemie so gut wie gar keine Passagiere mehr ab. Die Internet-Seite des Airports Hahn im Hunsrück zeigt eine Liste nur mit Absagen von Abflügen. Die Cafés und Geschäfte im Terminal sind geschlossen. Der Flughafen gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. »Passagierflüge finden momentan abgesehen von Ausnahmen nicht statt«, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der Ansteckungsgefahr dürften nur noch sehr wenige Menschen fliegen. Zu den Ausnahmen auf dem Airport Hahn gehörten zum Beispiel seit Kurzem dringend benötigte Erntehelfer aus Rumänien. Auch die Flüge von US-Soldaten etwa in den Nahen Osten oder zurück in ihre Heimat mit Zwischenstopp im Hunsrück gibt es nach dpa-Informationen weiterhin auf dem ehemaligen US-Militärflughafen. Dazu nahm Goetzmann allerdings keine Stellung. Der Manager sagte, wenigstens landeten weiterhin Frachtflieger im Hunsrück. Allerdings sorge dies anders als Passagiere nicht für zusätzliche Einnahmen, beispielsweise auf Parkplätzen und in Shops. dpa

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