08. November 2017, 22:23 Uhr

ICE-Stopper schweigen

08. November 2017, 22:23 Uhr
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Von DPA

Frankfurt (dpa/lhe). Im Prozess gegen drei Umweltaktivisten wegen der Blockade eines ICE-Zuges im Frankfurter Hauptbahnhof ist zum Auftakt eine erste Entscheidung gefallen. Eine 23 Jahre alte Angeklagte wurde am Mittwoch freigesprochen. Gegen zwei weitere Personen wird das Verfahren am 17. November am Amtsgericht Frankfurt fortgesetzt.

Die Angeklagten sollen einen planmäßigen Halt in Frankfurt genutzt haben, um sich von einer Wartungsbrücke auf das Dach des Zuges abzuseilen und die Abfahrt so zu verhindern. Sie müssen sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten. Die Angeklagten äußerten sich zu den Vorwürfen zunächst nicht. Mehrere Polizisten bestätigten indes als Zeugen, dass die drei Personen seinerzeit auf dem Dach des ICE-Triebwagens gesessen hätten. Es geht um die Blockade des Zuges, der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zum UN-Klimagipfel nach Paris bringen sollte.

Der Prozessverlauf gestaltete sich schwierig, weil immer wieder neue Anträge der Verteidiger gestellt wurden. In der Mittagspause kam es zudem vor dem Justizgebäude zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen den Angeklagten, ihren zahlreich gekommenen Sympathisanten und Polizisten.



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