11. Oktober 2017, 22:09 Uhr

Frankfurt sucht nach Ideen

11. Oktober 2017, 22:09 Uhr
Die Frankfurt School of Finance & Management beginnt zum nun startenden Wintersemester. (Foto: dpa)

Frankfurt (dpa/lhe). Auf dem Gelände der früheren Oberfinanzdirektion ist wieder Leben eingekehrt. Die Frankfurt School of Finance & Management (FS) hat dort mit dem Wintersemester ihren Betrieb auf dem neuen Campus aufgenommen. Das Areal am stark befahrenen Alleenring soll Teil einer gut zwei Kilometer langen Campus-Meile werden, die von der Universität im Westend über die Deutsche Nationalbibliothek und die FS bis zur Fachhochschule (FH) reicht. Ideen für die Umgestaltung der Hauptverkehrsachse als Verbindung zwischen mehreren Bildungs- und Forschungseinrichtungen soll ein bundesweiter Wettbewerb unter Studierenden bringen.

Erwartet werden »grundlegende Impulse und konzeptionelle Ideen für die planerische und städtebauliche Weiterentwicklung der Campus-Meile«, teilte FH-Sprecherin Sarah Blaß mit. Acht Universitäten und Hochschulen von Berlin bis Saarbrücken und Konstanz machen bei dem Wettbewerb mit, den die FH mit Unterstützung der Stadt ausgelobt hat. Angehende Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner sind dabei, wie Marcus Gwechenberger vom Planungsdezernat sagt.

Aus Hessen gehören neben der FH Frankfurt, die Hochschule Geisenheim sowie die Universität und die Hochschule Darmstadt dazu. Zum Start schauen sich am 3. November alle Studierenden gemeinsam den Ort an, den sie frei und kreativ umgestalten sollen. Dabei geht es nicht nur um die rund zwei Kilometer des nördlichen Alleenrings, sondern auch um die Zugänge zu den Instituten an der Campus-Meile.

Wie können die Forschungseinrichtungen städtebaulich in einen Zusammenhang gebracht werden? Das ist die Leitfrage. »Es geht um grundsätzliche Ideen und Konzepte«, betont Professor Michael Peterek vom Fachgebiet Städtebau und Entwerfen der FH. »Das ist kein konkreter Planungsauftrag.« Baurechtliche Vorgaben gebe es nicht. Die Stadt sei noch nicht soweit, die Meile politisch unbedingt zu wollen.

»Frankfurt ist mit seinen gut aufgestellten Hochschulen Anziehungspunkt für Studierende aus aller Welt geworden und hat sich zu einer attraktiven Hochschul- und Wissenschaftsstadt entwickelt«, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Grünen aus dem Mai 2016. »Mit der Frankfurter Campus-Meile wollen wir dieser positiven Entwicklung gerecht werden und diese weiter ausbauen«, wird das Ziel ganz allgemein formuliert. Gemeinsam mit den Institutionen »werden wir die konzeptionelle Weiterentwicklung« voranbringen.

Die drei Hochschulpräsidenten und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatten einige Monate zuvor mit einem Impulspapier für die Idee geworben. Die Initiatoren legten dabei schon einige prüfenswerte Ideen vor: ein Fahrradschnellweg, freies WLAN, offene Arbeitsräume, mehr Treffpunkte, ein neues Wohnheim.

»Allein durch den Wettbewerb ist die Campus-Meile schon in der Entstehung«, sagt Gwechenberger. Es gehe um eine städtebauliche Klammer. Hochschulen und Institute sollten sich dabei einbringen.

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