22. Dezember 2017, 10:08 Uhr

Streikauswirkungen

Frankfurt spürt Pilotenstreik kaum, dafür andere Probleme

Der Pilotenstreik bei Ryanair drohte die Weihnachtsreisepläne vieler Passagiere zu durchkreuzen. Davon war in Frankfurt aber nichts zu spüren. Allerdings kam es dort wegen IT-Problemen zu Ausfällen.
22. Dezember 2017, 10:08 Uhr
(Foto: dpa)

Berlin/Frankfurt (dpa). Der erste Pilotenstreik bei Ryanair mit drohenden Flugausfällen kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat die Passagiere zunächst nicht so hart getroffen wie befürchtet. Am Freitagmorgen starteten etliche Maschinen des irischen Billigfliegers planmäßig. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt schien die Aktion weitgehend zu verpuffen, dort wurden die sechs geplanten Flüge wie gewohnt abgefertigt.

Kleiner Fehler mit großer Wirkung

»Größere IT-Probleme« sorgten allerdings für Irritationen, Verspätungen und Flugausfälle, wie der Sprecher des Flughafen-Managements sagte. Wie viele Maschinen und welche Fluggesellschaften betroffen sind, war zunächst unklar. »Es war ein kleiner Fehler im System mit großer Wirkung.« Die technischen Probleme begannen demnach in der Nacht zum Freitag. Einen Zusammenhang mit dem Streik der Ryanair-Piloten gab es nicht.

Erleichterte Ryanair-Kunden

Ryanair-Kunden, die um ihren Weihnachtsurlaub gefürchtet hatten, zeigten sich erleichtert. »Entspannt bin ich aber erst, wenn wir eingecheckt haben«, sagte ein Passagier in der Abflughalle in Frankfurt. In Berlin-Schönefeld wurden zunächst keine Verbindungen gestrichen, in Nordrhein-Westfalen war das Bild gemischt.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sich zufrieden mit dem Warnstreik beim Billigflieger Ryanair kurz vor Weihnachten gezeigt. »Die Streikbeteiligung ist absolut zufriedenstellend«, sagte VC-Sprecher Markus Wahl am Freitagmorgen am Frankfurter Flughafen. Der Druck bei der irischen Airline sei groß.

Keine weiteren Streikaufrufe an Weihnachten

Weitere Streikaufrufe werde es bis einschließlich zum zweiten Weihnachtsfeiertag nicht geben.

Die irische Billigfluglinie Ryanair wollte am Freitag zu den Folgen des Piloten-Warnstreiks zunächst keine Stellung nehmen.

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