12. September 2017, 20:14 Uhr

Flörsheim scheitert mit Klage

12. September 2017, 20:14 Uhr

Kassel/Flörsheim (dpa/lhe). Bei Luftverwirbelungen in Flughafennähe ist das Angebot des Flughafenbetreibers zur Dachsicherung ausreichend. Die Dachklammerung sei Hausbesitzern zumutbar und »geeignet, die Risiken zu beseitigen«, entschied der Verwaltungsgerichtshof in Kassel am Dienstag. Er wies die Klagen von 13 Grundstückseigentümern aus Flörsheim (Main-Taunus-Kreis) ab. Sie hatten gefordert, die Startbahn Nordwest bei Ostwetterlage für schwere Flugzeuge, sogenannte Heavys und den Typ Boeing B757, zu sperren. Solche Flugzeuge können Wirbelschleppen auslösen, die Ziegel von Dächern reißen. (Aktenzeichen: 9 C 1498/12.T)

Nach Ansicht der Kläger ist das regelmäßig der Fall: Seit 2011 habe es über 20 Wirbelschleppen-Schäden gegeben. In fünf Fällen seien Gebäude der Kläger betroffen gewesen, sagte der Anwalt der Grundstücksbesitzer. »Jeder, der sich in Flörsheim bewegt, ist bedroht«. Der Flughafenbetreiber Fraport übernimmt zwar die Kosten für eine freiwillige Dachbefestigung. Doch das Angebot sei Grundstückseigentümern technisch, organisatorisch und finanziell nicht zuzumuten, argumentierten die Kläger. Nur 1000 von 3000 Häusern sind bisher umgerüstet. Die Kasseler Richter sahen das Angebot als zumutbar an. Revision wurde nicht zugelassen.

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