30. Juli 2020, 21:29 Uhr

Feiern bis die Polizei kommt

30. Juli 2020, 21:29 Uhr
Verstärkte Polizeipräsenz: Auch an diesem Wochenende soll der Frankfurter Opernplatz ab 1 Uhr leer sein. FOTO: DPA

- Auch an diesem Wochenende werden verstärkt Polizisten in der Frankfurter Innenstadt unterwegs sein. Von Mitternacht an gilt auf dem Opernplatz, der sich in den vergangenen Monaten zur Partyzone entwickelte, ein Betretungsverbot. Um 1 Uhr soll der Platz dann geräumt sein. Hintergrund sind Krawalle vor knapp zwei Wochen, bei denen fünf Polizisten verletzt worden waren. Die Beamten waren mit Flaschen beworfen worden, als sie einem bei einer Schlägerei verletzten Mann zu Hilfe kommen wollten. Insgesamt 39 Menschen wurden vorläufig festgenommen.

Die meisten der Randalierer stammten nicht aus Frankfurt - einige waren sogar aus Heidelberg, Limburg oder Nordrhein-Westfalen angereist. Die Stadt sprach in mehreren Fällen ein Aufenthaltsverbot aus.

Vergangenes Wochenende galten erstmals die neuen Regelungen - und es blieb friedlich. Zahlreiche Polizisten waren auf dem Opernplatz und in der Innenstadt unterwegs. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren am gesamten Wochenende etwa 2000 Kontrollen vorgenommen worden, insgesamt feierten etwa 10 000 Menschen in der Innenstadt. Auf dem Opernplatz hielten sich dabei Schätzungen zufolge etwa 1000 Menschen auf - deutlich weniger als in den vorangegangenen Wochen. Es gab Vorwürfe an die Polizei, es seien vor allem junge Leute mit Migrationshintergrund kontrolliert worden. Aus Sicht von Polizei und Stadt war das Sicherheitskonzept aufgegangen, das auch in den nächsten Wochen beibehalten werden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich viele Wochenendfeiern auf öffentliche Plätze oder an das Mainufer verlagert, da Clubs und Diskotheken geschlossen sind.

Sommergärten in Planung

Darüber hinaus plant die Stadt zusammen mit Clubbetreibern die Organisation von »Kultursommergärten«, für die die Stadt öffentliche Flächen zur Verfügung stellen möchte. Das Konzept hierfür muss aber noch erarbeitet und auch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden. Die Veranstalter hoffen insbesondere auf Auftrittsmöglichkeiten für DJs und Künstler, die wirtschaftlich schwer von der Pandemie getroffen wurden. dpa

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