14. Oktober 2019, 22:08 Uhr

Erfolg von Minikameras

14. Oktober 2019, 22:08 Uhr
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Von DPA
Hessen prüft den Einsatz von Bodycams auch im Justizvollzug. (Foto: dpa)

Wiesbaden (dpa/lhe). Hessen prüft nach der Ausstattung der Polizei mit Schulterkameras den Einsatz von Bodycams auch im Justizvollzug. Die Minikameras könnten künftig bei Gefängnisbediensteten eingesetzt werden, um besonders aggressive Häftlinge abzuschrecken und zu einer Deeskalation bei Konflikten beizutragen, erklärte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden. Die Bild- und Tonaufnahmen könnten zudem als Beweismittel und damit zum Schutz der Mitarbeiter bei Vorfällen dienen.

Für das im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen aufgeführte Modellprojekt gebe es aber noch keinen konkreten Zeitplan. Es werde noch geprüft, welche Haftanstalt dafür geeignet sei. Zu den Kosten für das Vorhaben machte die Ministerin wegen des frühen Planungsstadiums ebenfalls noch keine Angaben.

Den Polizeidienststellen im Land stehen derzeit insgesamt rund 100 Kameras zur Verfügung. Der Einsatz dieser Technik wurde in Hessen erstmals erprobt. Nach einer Pilotphase im Jahr 2013 wurden die Bodycams rund zwei Jahre später landesweit bei den Polizeipräsidien und der Bereitschaftspolizei eingeführt. Mittlerweile werden sie auch bundesweit eingesetzt.

Getragen werden die Kameras vor allem bei Einsätzen in Brennpunkten. Weitere 300 Geräte hat das Land bereits bestellt. Mit dem Einsatz wird ab nächstem Jahr gerechnet. Die Erfahrungswerte mit den Mini-Kameras hätten gezeigt, dass es sich bei der Bodycam um ein wirksames Einsatzmittel handele, um Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte einzudämmen, hatte Innenminister Peter Beuth (CDU) die zusätzliche Anschaffung der Minikameras begründet.



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