15. Oktober 2020, 22:12 Uhr

Die besten Adressen in Rhein-Main

15. Oktober 2020, 22:12 Uhr
Biana Feige und Pino Fichera gehören zu den Gewinnern. FOTO: ROSENDORFF

- Die emotionalste Rede hält Pino Fichera. Der Frankfurter Gastronom gewinnt Platz 1 mit seinem italienischen Restaurant Pino unweit der Freßgass in der Kategorie »Eat and Meet Hotspots«. Er sagt: »Wir sind sehr glücklich über die Ehrung, und gleichzeitig sind wir sehr traurig, was momentan mit uns Gastronomen gemacht wird. Wir brauchen unsere Gäste und unsere Öffnungzeiten. Es gibt schwarze Schafe, aber die meisten von uns halten sich an die Hygieneregeln in der Corona-Pandemie. Es geht mir nicht darum, viel Geld zu verdienen, aber ich mache mir Sorgen um meine Mitarbeiter, die ihre Familien ernähren müssen.« Alle anwesenden Gastronomen applaudieren.

Mit drei Monaten Verspätung erscheint der Restaurantführer »Frankfurt geht aus!« Diesmal ist es mit dem Schwesterheft »Rhein-Main geht aus!« zu einem »fetten Teil fusioniert«, betont Chefredakteur Bastian Fiebig. Darin enthalten die besten 450 Restaurants in 70 Top-Listen. Diesmal gebe es viel mehr Raum für Inszenierung, also mehr Platz in den 17 Genusswelten, um Geschichten zu erzählen.

Wie die Jahre zuvor seien in den vergangenen drei Test-Monaten die Rechnungen selbst bezahlt und anonym getestet worden. In der App bekommt man die Informationen in kurzen, knackigen Sätzen. »Die App wird in Corona-Zeiten ständig aktualisiert. Dafür gibt es ein eigenes Team«, so Fiebig. Ansonsten habe man versucht, den Restaurantführer »coronafrei« zu halten.

Aber eine Neuerung gibt es: Die Flop-Listen erscheinen ohne Namensnennung. Das sei in Corona-Zeiten eine Selbstverständlichkeit. »Auch gab es den Fall, wo das Frühstück nicht so gut war wie sonst, weil die Betreiber sich momentan nicht mehr die besten Produkte leisten können«, so Fiebig. So seien die Flop-Texte diesmal eine reine Spaßlektüre. Mit Titeln wie »Das Ferkel« - in diesem Lokal liefen Ameisen am Tisch vorbei.

Neu ist auch »Ab ins Grüne«. Auf Platz 1 landet das Hotelrestaurant »Gusto« in der Villa Kennedy. Gleich zweimal auf Platz 1 bei Asian Fine Dining und Japan landet das Nihonryori Ken, eines der ersten Restaurants in Europa, das das Konzept des Kaiseki anbietet. »Das Kaiseki ist die traditionelle Küche mit saisonalem Fisch und Gemüse«, so Geschäftsführer Sebastian Stasch. Zum Probieren gibt es Yuba (Tofumilchhaut) mit Schneekrabbe, Sirloin vom Wagyu-Rind und japanische Dorade. Eine Journalistin sagt: »Ich weiß zwar nicht, was das alles ist, aber es schmeckt ausgezeichnet.«

Der Restaurantführer »Frankfurt geht aus!« - Rhein-Main kostet 6,80 Euro, die ständig aktualisierte App 6,99 Euro. KATHRIN ROSENDORFF

Schlagworte in diesem Artikel

  • Gastronominnen und Gastronomen
  • Italienische Restaurants
  • Restaurantführer
  • Schwarze Schafe
  • Frankfurt
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos