15. April 2019, 21:00 Uhr

Kriminalstatistik

Caravans beliebte Beute

Das Reisen mit Wohnwagen oder Wohnmobil liegt im Trend. Das kann die Polizei auch an der Diebstahlstatistik ablesen. Für die ungetrübte Campingtour hat sie einfache Tipps.
15. April 2019, 21:00 Uhr
Das Reisen mit Wohnwagen oder Wohnmobil liegt im Trend. (Foto: dpa)

Wohnwagen und Wohnmobile erfreuen sich wachsender Beliebtheit – auch unter Langfingern. Die Polizei in Hessen registrierte zuletzt mehr Fälle von Diebstählen und einen Gesamtschaden von fast 900 000 Euro.

Allerdings sei die Zahl der betroffenen Fahrzeuge im Vergleich zu anderen hochwertigen Wagen sehr gering, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden mit. Im vergangenen Jahr wurden demnach 38 Wohnwagen und Wohnmobile gestohlen, zehn Jahren zuvor waren es 24.

Steigendes Freizeitinteresse

Eine abschließende Bewertung sei zwar nicht möglich, eine Ursache für die Entwicklung dürfte aber im steigenden Interesse an der Freizeitgestaltung mit Caravans liegen, erläuterte LKA-Sprecher Christoph Schulte. Die Zahl der Zulassungen sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Die Fahrzeuge liegen im Trend, die Branche kann steile Wachstumsraten vermelden. Anfang des Jahres teilte der Caravaning Industrie Verband mit, dass 2018 rund 71 000 Wohnwagen und Reisemobile in Deutschland neu zugelassen worden seien, ein Plus von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Kostspieliges Hobby

Ein durchaus kostspieliges Hobby, denn die Preise für Neufahrzeuge beginnen oftmals bereits im fünfstelligen Bereich und sind nach oben offen.

Die Lust am Camping auf vier Rädern bleibt auch Kriminellen nicht verborgen: »Aufgrund des steigenden Interesses an dieser Art der Freizeitgestaltung besteht eine entsprechende Nachfrage, die seitens der Straftäter bedient wird«, heißt es aus dem LKA.

Die Fahrzeuge würden gestohlen, um sie komplett weiterzuverkaufen oder auszuschlachten und die Einzelteile dann gewinnbringend zu veräußern.

Keine hundertprozentige Sicherheit

Hinzu kommt der Diebstahl von Wertgegenständen aus den Fahrzeugen: »Auf Rastanlagen und Autobahnparkplätzen werden die Insassen von Reisemobilen und Caravans immer wieder bestohlen«, berichtet Cornelius Blanke, Sprecher des Automobilclubs ADAC in Hessen und Thüringen.

»Dabei nutzen die Täter oft die Schlaf- und Ruhezeiten aus, um unbemerkt in das Fahrzeuginnere einzudringen und Wertsachen zu entwenden.«

Caravan-Besitzer können einiges zur Diebstahlprävention tun. Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit gebe – ein Campingplatz sei ohne Zweifel der sicherste Ort für Wohnwagen und Reisemobile. ADAC und Polizei raten außerdem zu technischen Sicherheitsmaßnahmen wie Zusatzschlösser oder Boxen für Wertgegenstände.

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