26. Dezember 2017, 20:17 Uhr

Bischof kritisiert Aussetzen des Familiennachzugs

26. Dezember 2017, 20:17 Uhr
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Von DPA

Fulda/Mainz/Limburg (dpa/lhe). Die in Hessen tätigen Bischöfe haben sich in ihren Weihnachtspredigten ganz unterschiedlichen Themen gewidmet – vom Schutz des ungeborenen und zu Ende gehenden Lebens bis hin zu Antisemitismus und Willkür. Bischof Georg Bätzing sprach laut Manuskript für seine Predigt im Hohen Dom zu Limburg unter anderem über wachsenden Antisemitismus und Ungerechtigkeit.

Bätzing sprach von einem aus Syrien stammenden zwölfjährigen Jungen, der nach der Dublin-Verordnung eigentlich das Recht habe, mit seiner in der Türkei ausharrenden Familie zusammengeführt zu werden. Der Junge, der in Deutschland wohnt, könne aber derzeit nur mit seinen Eltern telefonieren. »Das macht es schwer, hier anzukommen.«

Bischof Peter Kohlgraf forderte die Menschen im Mainzer Dom auf, die Realität nicht zu vergessen. Sie sollten die Augen nicht davor verschließen, dass auch Tod und Hass die Welt prägten. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sprach sich im Fuldaer Dom gegen Sterbehilfe, embryonale Stammzellforschung und Präimplantationsdiagnostik aus.



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