22. Mai 2017, 21:37 Uhr

Ausbau hinkt Nachfrage hinterher

22. Mai 2017, 21:37 Uhr
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Von DPA

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe). Der Ausbau öffentlicher WLAN-Netze kommt in Hessen nach Experten-Einschätzung nicht so recht in Schwung. Obwohl der Gesetzgeber versucht, rechtliche Hürden abzubauen, um mehr frei verfügbare drahtlose Internetzugänge zu fördern, geht es nur langsam voran. Die Situation habe sich zuletzt nicht wesentlich verbessert, sagt Christof Schulze aus dem Vorstand des Vereins Freifunk Frankfurt. Als große Hürde galt bisher die sogenannte Störerhaftung, durch die Anbieter öffentlicher Hotspots für Rechtsverstöße Dritter haftbar gemacht werden konnten. Vor einigen Wochen hat die schwarz-rote Bundesregierung ein neues WLAN-Gesetz auf den Weg gebracht. Damit werde die Störerhaftung »rechtssicher abgeschafft«, so Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD).

Im Bundesbreitbandatlas (BBA) waren Ende 2016 etwa 3600 freie WLAN-Hotspots in Hessen gemeldet. Das entspricht im Durchschnitt zwölf Hotspots pro 10 000 Einwohner. Da Betreiber öffentlicher WLAN-Netze nicht verpflichtet sind, diese an den BBA zu melden, geht das Ministerium davon aus, dass die Zahl eine Untergrenze darstellt. Nach Ministeriumsangaben haben mittlerweile zahlreiche hessische Kommunen im Zuge des Breitbandausbaus eigene Projekte zur Schaffung offener Netze initiiert. Parallel baut der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sein Angebot an Gratis-WLAN aus. Im Sommer 2015 wurden in 100 Städten in Hessen, NRW und Baden-Württemberg mehr als 1000 Zugangstellen an öffentlichen Plätzen installiert.

In einigen Städten haben sich auch größere Freifunker-Communitys etabliert.



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