02. März 2020, 19:27 Uhr

Anderthalb Stunden kein Betrieb

02. März 2020, 19:27 Uhr
Erneut kam es zu einer Drohnensichtung am Frankfurter Flughafen. FOTO: DPA

- Nach erneuten Drohnensichtungen ist am Montag der Verkehr am Frankfurter Flughafen vorübergehend eingestellt worden. Nach dem ersten Bericht eines Piloten um 11.23 Uhr, er habe im südlichen Teil des Flughafens eine Drohne entdeckt, habe es keine Freigabe für Starts und Landungen mehr gegeben, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS). Danach gab es weitere Berichte über Drohnensichtungen. Ob es sich jeweils um dasselbe Fluggerät handelte, war zunächst unklar.

Gegen 13 Uhr wurde der Betrieb nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wiederaufgenommen.

Ein Fraport-Sprecher berichtete zunächst von 64 umgeleiteten Flügen sowie 13 Annullierungen. Fraport hatte Passagiere gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden. Der Betreiber empfahl zudem, den Flugstatus vorab auf den Internet-Seiten der Fluggesellschaften zu prüfen. Landes- und Bundespolizei suchten nach der Drohne, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Ermittlungen dauerten auch am Mittag noch an, teilte die Bundespolizei bei Twitter mit.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Frankfurter Flughafen seinen Betrieb wegen Drohnengefahr für eine Stunde einstellen müssen. Mehr als 20 Flugzeuge hätten auf andere Flughäfen umgeleitet werden müssen, hatte Fraport am 8. Februar dazu mitgeteilt. Am Montag war auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betroffen. Laschet und ein Großteil seiner Delegation konnten nicht wie geplant gegen Mittag in Frankfurt landen. Sein Flug wurde zunächst nach Köln umgeleitet, wo nachgetankt werden sollte.

Immer wieder kommt es an deutschen Flughäfen zu Zwischenfällen mit Drohnen, die Zahl war aber zuletzt gesunken. Die DFS registrierte vergangenes Jahr 125 Behinderungen, 33 weniger als im Jahr zuvor. Mit 28 Drohnensichtungen war erneut Frankfurt als größter deutscher Flughafen am häufigsten betroffen. dpa

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