06. Februar 2020, 22:27 Uhr

AWO-Bezirk zieht Konsequenzen

06. Februar 2020, 22:27 Uhr

- Der Vorstand des Bezirksverbandes Hessen-Süd der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat seinen bisherigen Geschäftsführer mit sofortiger Wirkung abberufen. Dieser Entschluss sei am Mittwoch getroffen worden, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Hintergrund für diese Entscheidung sei unter anderem die Zurückhaltung von Fördermitteln durch den AWO-Bundesverband gewesen, die mit der derzeitigen Geschäftsführung begründet wurde.

Keine Auswirkung auf Leistungen

»Außerdem möchte sich der Bezirksverband mit dieser Entscheidung deutlich von den Missständen bei den Kreisverbänden Frankfurt und Wiesbaden distanzieren«, hieß es in der AWO-Stellungnahme. Da der Dienstvertrag mit Geschäftsführer Ansgar Dittmar erst zum 15. März ende, habe der Bezirksvorstand die Freistellung beschlossen. Die Personalentscheidung habe keine Auswirkungen auf die Angebote und sozialen Dienstleistungen, hieß es. Dittmar war seit Juni vergangenen Jahres Geschäftsführer des Bezirksverbands. Von seinem Amt im Präsidium des Frankfurter Kreisverbands war er im Dezember zurückgetreten.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt im Zusammenhang mit Betrugs- und Untreueverdacht gegen mehrere Personen der Kreisverbände in Frankfurt und Wiesbaden. Die Stadt Frankfurt stellte Strafanzeige. Außer Dittmar war auch die Mehrheit des ehrenamtlichen Präsidiums in Frankfurt zurückgetreten. Auf einer Kreiskonferenz Mitte Februar soll ein neues Präsidium gewählt werden. dpa

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