26. Juni 2019, 22:31 Uhr

31 Jahre nach der Tat: BGH bestätigt lebenslange Haft

26. Juni 2019, 22:31 Uhr

Karlsruhe/Aschaffenburg (dpa/lhe). Er vergewaltigte eine junge Frau aus Hessen, die er zufällig ausgewählt hatte, er-stach sie fast mit einem Schraubenzieher und verscharrte sie dann im Wald - nun ist der Täter mehr als 30 Jahre später rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH) verwarf am Mittwoch die Revision des Mannes. Damit hat seine Verurteilung wegen versuchten Mordes Bestand.

Der Fall ist so besonders, weil die Polizei den Täter erst 2017 dank alter DNA-Spuren fasste. Im Prozess vor dem Landgericht Aschaffenburg hatte der Mittfünfziger nur die Vergewaltigung gestanden, die längst verjährt wäre. Danach habe er einen Filmriss gehabt. Die Richter hatten ihm das nicht abgenommen. Nach ihrem Urteil von Mai 2018 wollte der Mann sein Opfer töten, um ungestraft davonzukommen.

Nach letzten Beratungen stützten die BGH-Richter die Entscheidung des Gerichtes. Ein Kriterium sei auch die »Vollendungsnähe«, sagte der Vorsitzende Richter Rolf Raum - also wie viel zum Mord gefehlt hätte. »Etwas ›Vollendungsnäheres‹ habe ich selten gesehen«, sagte Raum.

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