02. November 2018, 22:12 Uhr

13 Jahre Haft für Bankräuber

02. November 2018, 22:12 Uhr
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Von DPA

Limburg (dpa/lhe). Wegen einer Serie von Banküberfällen ist ein gescheiterter Jura-Student vom Landgericht Limburg zu einer Gefängnisstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Der 45-Jährige sei für mindestens 20 Überfälle auf Banken und Geschäfte verantwortlich, urteilte das Gericht am Freitag. Der Täter soll ein Doppelleben geführt und bei den Überfällen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seit 2002 insgesamt mehr als 400 000 Euro erbeutet haben.

Der Vorsitzende Richter wertete das ausführliche Geständnis und die familiäre Situation des nicht vorbestraften Angeklagten zwar als strafmildernd. Es habe sich jedoch um schwerwiegende Straftaten mit teilweise erheblichen Folgen für die rund 100 Opfer gehandelt.

Zuvor hatte die Staatsanwältin 13 Jahre Haft für den aus Nordrhein-Westfalen stammenden Mann gefordert. Der Angeklagte habe die Taten begangen, um Familie und Freunden eine beruflich erfolgreiche Lebenssituation vorgaukeln zu können. Die Staatsanwältin warf ihm vor, bei den Überfällen andere Personen mit »Scheinwaffen« bedroht und in Schach gehalten zu haben, um die Kassierer der überfallenen Banken zur Herausgabe der Beute zu drängen.

Opfer leiden unter Folgen

Strafverschärfend wirke sich ihrer Meinung nach aus, dass während der »wahrscheinlich beispiellosen Tatserie« zahlreiche Zeugen und Opfer geschädigt wurden. Die Staatsanwältin führte aus, dass viele Opfer auch Jahre nach der Tat noch unter Panikattacken und Angstzuständen litten. Der Angeklagte habe bei der Planung und Ausführung seiner Taten hohe kriminelle Energie gezeigt.



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