15. Februar 2011, 20:26 Uhr

Kasseckert für »Berücksichtigung der Bürgerinteressen«

Frankfurt (pm). Ein »umfassendes Lärmmonitoring« soll im Zusammenhang mit dem Betrieb des Rhein-Main-Flughafens »zur Versachlichung der Diskussion« beitragen, wie es in einer Pressemitteilung des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main heißt.
15. Februar 2011, 20:26 Uhr

Frankfurt (pm). Ein »umfassendes Lärmmonitoring« soll im Zusammenhang mit dem Betrieb des Rhein-Main-Flughafens »zur Versachlichung der Diskussion« beitragen, wie es in einer Pressemitteilung des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main heißt. Die Kommunen im »Forum Flughafen« wollten die dazu notwendige Erweiterung um fünf bis sechs Messstellen in Zusammenarbeit mit dem Umwelthaus organisieren. Jetzt habe sich jedoch gezeigt, dass die Anschaffung, Finanzierung und Bereitstellung der Daten auf kommunaler Ebene Probleme bereite. Verbandsdirektor Heiko Kasseckert sieht im sogenannten Lärmmonitoring allerdings »einen wichtigen Baustein für eine fundierte Diskussion« und erklärte sich in einer Sitzung der kommunalen Vertreter innerhalb des Forums Flughafen und Region bereit, durch den Planungsverband die notwendigen fünf bis sechs neuen Fluglärm-Messstationen anzuschaffen. »Damit soll eine zügige Inbetriebnahme eines öffentlichen Fluglärm- und Flugbeobachtungssystems durch das Umwelt- und Nachbarschaftshaus am Frankfurter Flughafen gewährleistet werden«, sagte der Verbandschef.

Standorte sollen noch festgelegt werden

Die Kosten für eine Station belaufen sich auf etwa 20 000 Euro. Auch hierfür sieht Kasseckert den regionalen Verband als die richtige Adresse an. Somit bleibe die Finanzierung nicht nur an den stark von Fluglärm betroffenen Kommunen hängen, sondern werde in der Region solidarisiert. Er gehe von einer breiten Zustimmung in der Verbandskammer aus. Sie befasst sich in der nächsten Sitzung am 23. Februar mit der Vorlage. Die Standorte sollen nun aus fachlicher Sicht noch festgelegt werden, sie müssten sich in das Netz der schon platzierten Messstationen einfügen. Entsprechende Vereinbarungen mit den Kommunen schließen sich an.

Kasseckert erinnert daran, dass die zur Bereitstellung von Umweltdaten durch den regionalen Verband Tradition hat, schon vor Jahren hat der damalige Umlandverband einen Umweltvorsorgeatlas mit entsprechenden Daten herausgegeben. »Gerade mit Blick auf ›Stuttgart 21‹ ist es sinnvoll, dass die offensive Informationspolitik der Landesregierung und des Flughafenbetreibers Fraport fortgesetzt werden kann. Die Ergänzung und der Abgleich der Daten schafft hierbei notwendige Transparenz und sichert den Betrieb des Flughafens bei Berücksichtigung der Bürgerinteressen«, so der Christdemokrat.



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