03. April 2009, 20:54 Uhr

Run auf die E-Gitarre zu verzeichnen

Frankfurt (cf). Da ist Musik drin - auf der Musikmesse und in der gleichzeitig stattfindenden Spezialmesse für Veranstaltungstechnik »Pro Light and Sound«.
03. April 2009, 20:54 Uhr
Ganz Ohr: Auf seinen Groove konzentriert sich dieser Fachbesucher, der sich für Schlagzeuge interessiert.

Frankfurt (cf). Da ist Musik drin - auf der Musikmesse und in der gleichzeitig stattfindenden Spezialmesse für Veranstaltungstechnik »Pro Light and Sound«. Sie ist der größte Treffpunkt einer weltweit florierenden Branche, die zwei Seiten eines besonderen Produktes vermarktet. Musikinstrumente sind Wirtschafts- und Kulturgüter in einem. Trotz Weltwirtschaftskrise zeigen auf der Musikmesse 1558 internationale Unternehmen aus 51 Ländern ihre Neuheiten aus den Bereichen Musikinstrumente und Musikliteratur. Aus Deutschland sind 582 Unternehmen vertreten.

Die Musikinstrumente-Branche verzeichnete 2008 ein Umsatzplus in Höhe von drei Prozent. »Musizieren ist wieder in«, äußerte Ralf Jeromin, Geschäftsführer der Society of Music Merchants. So sei mit Schlagzeugen im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von nahezu neun Prozent erzielt worden. Auch elektronische Tasteninstrumente seien stärker gefragt gewesen, während es bei Holzblasinstrumenten einen Rückgang gegeben habe. Beim jugendlichen Messepublikum ist ein »Run auf die E-Gitarre« zu verzeichnen. Die Zukunft gehört nach Ansicht der Veranstalter Herstellern und Unternehmen, die auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen.

Stars und Sternchen geben heute Autogramme

Waren die ersten drei Messetage vor allem dem Fachpublikum vorbehalten, öffnet die Messe am heutigen Samstag ihre Tore für Besucher. Stars und Sternchen geben Autogramme oder sind live zu sehen und hören. Zu ihnen gehören beispielsweise die Killerpilze, Michael Hirte, Steve Lukather, Machine Head und Joe Satriani. Auftreten werden neben anderen auch Phil Campbell von Motörhead, Luxuslärm und Simon Philips, die Teenie-Idole Sunrise Avenue, Polarkreis 18 oder La Fee. Um 14 Uhr beginnt der Schülerband-Wettbewerb »SchoolJam« auf der Open-Air-Bühne »Pro Stage«. Angeschlossen an die Musikmesse ist heute die Veranstaltung »hr3@night«, die an mehreren Orten in der Stadt erklingt.

Messe will Lust aufs Musizieren machen

Prall gefüllt war und ist das Musikprogramm an allen vier Messetagen mit 300 Konzerten, Workshops, Live Acts und 1200 Veranstaltungen im Event-Programm. Sie sorgen neben Wettbewerben, Mitmachaktionen und Preisverleihungen für das besondere Musikmesse-Flair. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Frankfurter Musikmesse versteht sich nicht nur als internationale Leitmesse, sondern auch als Veranstaltungsort, der Lust auf Musikinstrumente und Musizieren machen will. Fast an allen Ständen boten Aussteller Gelegenheit zu Mitamchaktionen unter dem Motto »Take part« wie bei den »Faces of percussion«. Die Händler gaben ihren Kollegen, Fachbesuchern und Musikbegeisterten Einblicke in die neuesten Trends. Zur Produktpalette gehören Musikinstrumente, Musiksoftware, Computerhardware, Noten und Zubehör. Klassische Instrumente, E-Gitarren und Bässe warten neben Schlagwerk, Keyboards und Blasinstrumenten oder elektronischem Equipment darauf, entdeckt zu werden.

Zu den Fachbesuchern gehörte auch Schlagzeuger Max A. Schneiderbanger aus Schwarzenbach an der Saale nahe Hof. Er reiste an, um sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen und um Instrumente auszuprobieren. Entdeckt hat er viele neue Becken und größere Rides. Am Stand des Herstellers Sabian wurde er fündig. Dort gibt es neue, größere Hi-Hats. »Die haben einen brillanten, präzisen und vor allem lauten Ton. Das ist bei Konzerten vorteilhaft. Da kann ich mich auf meinen Groove konzentrieren, statt extra hart spielen zu müssen, um gehört zu werden.« Aus Slowenien nach Frankfurt kamen die Musiker Gregor Gorensek und Martin Grajfoner. Sie probierten die neuesten Vibrafone aus.

Für die Wetterauer Zeitung exklusiv in die Saiten griff J. Hayes aus Stevensville von PRS Guitars. Die Gitarren des US-amerikanischen Herstellers Paul Reed Smith haben eine zeitgemäße Optik, auf Wunsch in auffallendem Design, mit allen guten Klangeigenschaften.

30 Aussteller aus der Mainmetropole

Ebenfalls in den Messehallen vertreten waren 30 Aussteller aus der Mainmetropole vor allem Musikverlage und das Archiv Frau und Musik. Aus Gießen kam Martin Seeliger, Inhaber des 1986 gegründeten Unternehmens Lakewood, nach Frankfurt. Das Unternehmen stellt selbst entworfene Gitarren her. Der Klang einer Gitarre wird beeinflusst vom Holz und der Form des Instruments. So klingt eine Gitarre aus Walnuss weich, eine aus Palisanderholz dagegen bassiger.

Musikfans und Musiker sollten auf jeden Fall einen Bummel durch die Messehallen einplanen. Allein schon wegen der auch in diesem Jahr wieder ausgestellten, skurrilsten Instrumente. Zu sehen und hören sind zwölfsaitige japanische E-Gitarren ebenso wie ein Cello, das einem spanischen Schinken nachempfunden ist, aber auch tragbare, bühnentaugliche Pianos oder Gitarren mit samtweichem Klang.

8 Weitere Informationen über die Veranstaltungen am heutigen Publikumstag gibt’s im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.musikmesse.com" text="www.musikmesse.com" class="more"%>. Öffnungszeit: 9 bis 18 Uhr.

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