02. Juni 2009, 19:56 Uhr

Mischung aus Comedy und Musik funktioniert

Es war ein wunderbarer Abend, den Comedian und Musiker Henni Nachtsheim den Zuhörern im ausverkauften Sendesaal des Hessischen Rundfunks in der Frankfurter Bertramstraße bereitet hat. Der eine Teil des kultigen Comedy-Duos Badesalz stellte dort gemeinsam mit vielen langjährigen Wegbegleitern und neuen Freunden sein zweites Solo-Album »...dann tanzt die Omma mit George Clooney« vor und durfte sich nach zweieinhalb ereignisreichen und intensiven Stunden sicher sein, dass die spezielle Mischung aus Comedy und Musik, die er bereits anlässlich seiner ersten Tour auf die Bühne gebracht hatte, noch immer problemlos funktioniert und seine Fans begeistert. Nachtsheim bot Stücke aus dem neuen, etwas rockigeren Album, bekannte Songs von seiner Debüt-CD und Hits aus alten Zeiten, als er noch den Rodgau Monotones angehörte - so verabschiedete er sich nach drei lautstark eingeforderten Zugaben mit dem Gänsehauterzeuger »Is nur Kino«. Zwischendurch gab es immer wieder gelungene Comedyeinlagen in bester Badesalz-Tradition.
02. Juni 2009, 19:56 Uhr
Rockigere Klänge und witzige Texte präsentiert Henni Nachtsheim auf seinem zweiten Album »...dann tanzt die Omma mit George Clooney«. (Foto: Klingelhöfer)

Es war ein wunderbarer Abend, den Comedian und Musiker Henni Nachtsheim den Zuhörern im ausverkauften Sendesaal des Hessischen Rundfunks in der Frankfurter Bertramstraße bereitet hat. Der eine Teil des kultigen Comedy-Duos Badesalz stellte dort gemeinsam mit vielen langjährigen Wegbegleitern und neuen Freunden sein zweites Solo-Album »...dann tanzt die Omma mit George Clooney« vor und durfte sich nach zweieinhalb ereignisreichen und intensiven Stunden sicher sein, dass die spezielle Mischung aus Comedy und Musik, die er bereits anlässlich seiner ersten Tour auf die Bühne gebracht hatte, noch immer problemlos funktioniert und seine Fans begeistert. Nachtsheim bot Stücke aus dem neuen, etwas rockigeren Album, bekannte Songs von seiner Debüt-CD und Hits aus alten Zeiten, als er noch den Rodgau Monotones angehörte - so verabschiedete er sich nach drei lautstark eingeforderten Zugaben mit dem Gänsehauterzeuger »Is nur Kino«. Zwischendurch gab es immer wieder gelungene Comedyeinlagen in bester Badesalz-Tradition.

Sänger Sasha und Komikerin Anke Engelke hatten ihren angekündigten Besuch in Frankfurt aus terminlichen Gründen absagen müssen, was aber schon durch das von Engelke und Nachtsheim gemeinsam in Köln aufgenommene und zu Konzertbeginn eingespielte »Du bringst alles durcheinander« entschädigt wurde. Da sich Nachtsheims Band mit Ali Neander (Gitarre), Martin Johnson (Keyboards), Almut Ritter (Geige), Frowin Ickler (Bass), Oli Rubow (Schlagzeug) und Sängerin Lea Büser vom ersten Ton an als kraftvolle Einheit zeigte, blieb auch musikalisch kein Wunsch unerfüllt. Die neuen Songs boten jedem einzelnen Akteur genug Freiraum, um seine einzigartigen Fähigkeiten beeindruckend (aber nicht langatmig) zur Schau zu stellen.

Eine besondere Note bekam das Release-Konzert freilich durch das Mitwirken der Freunde, die sich Nachtsheim eingeladen hatte. Jakob Hansonis, der Gitarrist der Band von Herbert Grönemeyer, spielte zu »Wette verloren« ein eindrucksvolles Solo, Comedian Willy Astor brachte das Publikum mit seiner »Hymne für Hessen« zum Toben, in der er sich »förmlisch in die hessische Schprache hineinschteigerte«, ehe er gemeinsam mit dem Gastgeber und Ali Neander »Nicht böse gemeint« vom neuen Nachtsheim-Album anstimmte. Nicht fehlen durfte natürlich auch Badesalz-Partner Gerd Knebel, der das Publikum mit seinem musikalischen Mitmachangebot in Bewegung brachte, nachdem Deutsch-Rocker Wolf Maahn seinen Hit »Rosen im Asphalt« zelebriert hatte. Durch das muntere Wechselspiel zwischen den gemeinsam vorgetragenen Nachtsheim-Songs und den eigenen Werken ergab sich ein rundum unterhaltsamer und kurzweiliger Abend, zu dem auch Newcomer Philipp Poisel beitrug. Mit viel Herzblut präsentierte er seine aktuelle Single »Wo fängt dein Himmel an?«, zuvor hatte er sich gleichermaßen engagiert an Nachtsheims »Nichts sieht blöder aus als Nordic Walking« versucht. Zu den absoluten Höhepunkten zählte der Auftritt des kleinen Singfroschs, den die nimmermüde Sängerin Lea Büser einzigartig verkörperte sowie Nachtsheims Imitation einer Boyband, für die er von den Frauen im Publikum angehimmelt wurde wie ein Menstripper. Und als dann auch noch die Ex-Bundesliga-Kicker von Eintracht Frankfurt, Alexander Schur, Uwe Bindewald und Jürgen Grabowski, Weltmeister von 1974, seine neue SGE-Hymne auf der Bühne anstimmten, dürfte der Abend auch für Nachtsheim ein wunderbarer gewesen sein. Marc Schäfer

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anke Engelke
  • Comedians
  • Comedy
  • Eintracht Frankfurt
  • George Timothy Clooney
  • Henni Nachtsheim
  • Herbert Grönemeyer
  • Hessischer Rundfunk
  • Jürgen Grabowski
  • Martin Johnson
  • Musikverein Griedel
  • Uwe Bindewald
  • Wolf Maahn
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen