22. April 2009, 19:46 Uhr

Theater von morgens zehn bis Mitternacht

»Dreizehn Tage Theater satt in Marburg«, das verspricht Ekkehard Dennewitz, Intendant des Landestheaters und Gastgeber der diesjährigen Hessischen Theatertage, die nach 2001 wieder einmal in der Universitätsstadt stattfinden. Unter dem Motto »Wehe, wenn sie losgelassen...« präsentieren die heimischen Bühnen vom 2. bis zum 14. Juni »das Beste aus Hessen«. Mit von der Partie sind ebenfalls, wie gestern bei der Programmvorstellung im Marburger Rathaus mitgeteilt wurde, die Studenten der Theaterwissenschaften aus Gießen sowie der Hessischen Theaterakademie Frankfurt.
22. April 2009, 19:46 Uhr

»Dreizehn Tage Theater satt in Marburg«, das verspricht Ekkehard Dennewitz, Intendant des Landestheaters und Gastgeber der diesjährigen Hessischen Theatertage, die nach 2001 wieder einmal in der Universitätsstadt stattfinden. Unter dem Motto »Wehe, wenn sie losgelassen...« präsentieren die heimischen Bühnen vom 2. bis zum 14. Juni »das Beste aus Hessen«. Mit von der Partie sind ebenfalls, wie gestern bei der Programmvorstellung im Marburger Rathaus mitgeteilt wurde, die Studenten der Theaterwissenschaften aus Gießen sowie der Hessischen Theaterakademie Frankfurt. Gleichzeitig werden im Rahmen der 14. Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche 21 Vorstellungen gezeigt. Theater von morgens zehn bis Mitternacht - das können die Zuschauer an fünf verschiedenen Spielstätten in der Stadt erleben. Und damit die Wege ein wenig kürzer werden, können Theaterbegeisterte mit Leihfahrräder auf der Festivalmeile an der Lahn von einem Spielort zum anderen strampeln.

Zu den über vierzig nationalen Produktionen gesellen sich sogar drei internationale. Gleich zu Eröffnung am Abend des 2. Juni ist das Amsterdamer Tanztheater AYA mit seiner jüngsten Choreografie »Soul - Seele« zu Gast. Das Ballet Biarritz aus Frankreich tanzt am 10. Juni »Le portrait de l’infante«. Und das abschließende Highlight kommt aus der rumänischen Partnerstadt Marburgs: Das Nationaltheater Radu Stanca aus Sibiu spielt am 14. Juni auf dem Marktplatz die Kammeroper »Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wurde« nach einem Schauspiel von Peter Weiss auf deutsch. Jedem der sechs Bühnen aus Hessen ist ein Tag gewidmet. Am 5. Juni präsentiert das Staatstheater Darmstadt seine beiden Produktionen »Genannt Gospodin« von dem jungen Dramatiker Philipp Löhle und das Kult-Stück »The Black Rider« von Robert Wilson mit der Musik von Tom Waits. Der Tag darauf steht im Zeichen des Staatstheaters Wiesbaden, das nach dem Kinderstück »Der kleine Wassermann« seine Inszenierung des jüngsten Dramas von Dea Loher zur Diskussion stellt: »Das letzte Feuer«. Zu späterer Stunde dann, um 22 Uhr, ist noch die Aufführung »Clockwerk Orange« nach dem bekannten Roman von Anthony Burgess zu erleben. Die Gastgeber haben den Sonntag (7.6.) für sich reserviert: Von »An der Arche um acht« über »Rotkäppchen« und »Adams Äpfel« bis zum »Sommer in der Hölle« reicht die Schauspielpalette. Das Stadttheater Gießen ist am 9. Juni mit drei Produktionen vertreten: dem Kinderstück »Tortuga«, der Kammeroper »Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte« und »Don Quixote«, einer Produktion des Tanz-Jugendclubs. Am 12. Juni zeigt das Staatstheater Kassel ebenfalls drei Inszenierungen: »Die furiosen Drei« am Nachmittag für Kinder, danach »Das Ding aus dem Meer« der schon mehrfach ausgezeichneten Autorin Rebekka Kricheldorf und am Abend dann »Die Bakchen« von Euripides. Das Schauspiel Frankfurt schickt zwei Stücke nach Marburg: »Zeit zu lieben, Zeit zu sterben« von Fritz Kater (2. Juni) und »Ehrensache« von Lutz Hübner (4. Juni).

Zu den Höhepunkten des Kinder- und Jugendtheaterfestivals zählt der Leiter Jürgen Sachs auf jeden Fall die Aufführung von »Alice im Wunderland«, die das Stadttheater Augsburg zusammen mit der Augsburger Puppenkiste entwickelt hat sowie die Bühnenadaption des Jugendbuchklassikers »Krabat« nach Otfried Preußler, die das Nürnberger Theater Pfütze fantasievoll erarbeitet hat.

Das vollständige Programm ist im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.hlth.de" text="www.hlth.de" class="more"%> sowie <%LINK auto="true" href="http://www.hessische-theatertage.de" text="www.hessische-theatertage.de" class="more"%> zu finden. Der Kartenvorverkauf beginnt am 2. Mai, Tel. 0 64 21/2 56 08.

Marion Schwarzmann

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