25. April 2008, 18:08 Uhr

Vor den Theaterleuten liegt eine sehr lange Saison

Die Lage der Schulferien in diesem und im kommenden Jahr bringt es mit sich, dass vor dem Ensemble des Stadttheaters eine lange Spielzeit 2008/2009 liegt. Über die Pläne informierten gestern Nachmittag Intendantin Cathérine Miville und die Vorstände im Ballettsaal des Hauses.
25. April 2008, 18:08 Uhr
Tarek Assam, Cathérine Miville, Markus Hertel, Carlos Spierer (v. l.) und vorn Abdul-M. Kunze stellten den Spielplan vor (Foto: Schepp)

Die Lage der Schulferien in diesem und im kommenden Jahr bringt es mit sich, dass vor dem Ensemble des Stadttheaters eine lange Spielzeit 2008/2009 liegt. Über die Pläne informierten gestern Nachmittag Intendantin Cathérine Miville und die Vorstände im Ballettsaal des Hauses. Miville wird in der nächsten Saison auch die Schauspieldirektion übernehmen, weil ein Nachfolger für Dirk Olaf Hanke noch nicht gefunden wurde, der aber schnellstens kommen soll. Die Eintrittspreise mussten angehoben werden, im Schnitt um 2 Euro. Die TiL-Preise für Kinder- und Jugendtheater bleiben stabil. Noch bevor es im Großen Haus und auf der TiL-Studiobühne so richtig losgeht, feiert das Philharmonische Orchester am 9. August sein 75-jähriges Bestehen mit einem Open-Air-Konzert vor dem Uni-Hauptgebäude.

Das Schauspiel

Mit einem Mehrspartenprojekt startet die Spielzeit am 30. August, wenn Thomas Goritzki sein Spektakel »Die göttliche Komödie« nach Dante Alighieri vorstellt. Herbert Gietzen leitet musikalisch, Tarek Assam choreografiert, Jan Hoffmann und Martin Gärtner studieren die Chöre ein; Ausstattung: Heiko Mönnich.

Nicht durch die Abonnements wird »Der nackte Wahnsinn« von Michael Frayn in der Regie von Matthias Kniesbeck laufen (Premiere 20. September); diese zusätzliche Produktion ist der langen Saison geschuldet, der Stoff um Intrigen am Theater war vor 20 Jahren hier schon sehr erfolgreich.

Ein Klassiker folgt am 1. November mit Goethes »Torquato Tasso«, den Christian Fries inszeniert, und am 31. Januar 2009 folgt aus dem Genre des absurden Theaters «Die Nashörner« von Eugène Ionesco.

»Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit« von Beaumarchais steht vom 13. März an auf dem Spielplan, Klaus Hemmerle inszeniert. Schließlich kommt Titus Georgi wieder nach Gießen und setzt »Das letzte Feuer« von Dea Loher in Szene.

Im Studio steht »Fräulein Julie« von August Strindberg am Beginn, am 7. September hat Katja Fillmanns Inszenierung Premiere. In Zusammenarbeit mit der Hessischen Theaterakademie folgen »Shakespeares sämtliche Werke des Autorentrios Long/Singer/Winfield, Veit Kassel führt Regie im Rahmen seiner Ausbildung an der Frankfurter Hochschule für Darstellende Kunst.

Für »Nach dem glücklichen Tag« von Gerhild Steinbuch und »Novecento« von Alessandro Baricco stehen die Termine noch nicht fest. Es wird auch Wiederaufnahmen geben.

Das Musiktheater

Helmut Polixa bereitet »Rigoletto« von Giuseppe Verdi für den 13. September vor, Generalmusikdirektor Carlos Spierer dirigiert. Nach zwei Musical-Spielzeiten gibt es mit »Die drei Musketiere« von Ralph Benatzky ab 29. November eine Operette. Operndirektor Markus Hertel führt Regie, Herbert Gietzen leitet musikalisch.

Konzertant gibt es Beethovens »Fidelio« ab 13. Dezember, und mit »Orlando Paladino« ist ab 14. Februar Joseph Haydn vertreten, beide Male dirigiert Carlos Spierer, den Haydn inszeniert Julia Riegel.

Wohl die bekanntesten »Opern-Zwillinge« gibt es ab 4. April: Cavalleria rusticana« von Pietro Mascagni und »Pagliacci« von Ruggiero Leoncavallo (Regie: Peter Baumgardt, Dirigat: Spierer). »Vanessa« von Samuel Barber wird von der Intendantin inszeniert (16. Mai, Dirigent ist Herbert Gietzen). Den »Schmachtigallen«-Abend »Väter« (ab 18. Oktober) inszeniert Henry Arnold, und im Studio bereitet Hans Walter Richter für den 3. Oktober Michael Nymans Kammeroper »Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte« vor.

Das Tanztheater

»Wehe, wehe, welches Ende« ist der Titel des Ballettabends zu »Max und Moritz« und »Die fromme Helene« von Wilhelm Busch. Nur Irene Schneider steht als Choreografin des ersten Teils fest. In andere Sphären führt »Feiningers Fugen« von Tarek Assam. Jan Hoffmann dirigiert Musik von Johann Sebastian Bach und amerikanische Minimalmusik. »Nicht cool« und »Zwerge« sind die Studiotitel für 2009.

Kinder- und Jugendtheater

Auf 10 Produktionen für Kinder und Jugendliche ist Abdul-M. Kunze stolz, darunter das Märchen »An der Arche um acht« von Ulrich Hub.

Sinfoniekonzerte

Das Angebot an Sinfoniekonzerten ist gewohnt vielfältig, das hr-Sinfonieorchester gastiert wieder, und zwar am 28. April mit dem Programm »Mozart zwischen zwei Frauen«.

Weitere Angebote

Alle bewährten zusätzlichen Angebote wird es auch in der nächsten Saison geben. hpg

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