29. April 2015, 14:46 Uhr

Ausgesprochen Henni

Hendrik »Henni« Nachtsheim über Sex ohne Verkehr, Winterschlafvorbereitung im Mai und unseren Kollegen Pinocchio Herteux.
29. April 2015, 14:46 Uhr

Der FC Bayern München und Weihnachten haben auf eine bestimmte Art und Weise eines gemein. Jetzt denken Sie bestimmt wieder, der ist nicht ganz dicht in der Birne ...
Henni: »Na, machen Sie schon...«

Was ich sagen will, beides ist vorhersehbar: Weihnachten überrascht einen nun wirklich nicht, erstreckt sich schließlich immer vom 24. bis zum 26. Dezember. Und die Bayern sind nicht immer, aber oft im April schon Meister.
Henni: »Ja, aber mit dem Unterschied, dass sich bezüglich Weihnachten ein Großteil ALLER Deutschen freut!«

Irgendwie wird die Meisterschaft abgewertet und zum Mitläuferprodukt – durch den auseinandergezogenen Spieltag ist München nun auch noch auf der Couch sitzend Meister geworden. Kein Jubel auf dem Rasen, keine Feier, nichts. Das ist wie Sex ohne Verkehr oder Verkehr ohne Sex ...
Henni: »Da ich diese Kombination nicht kenne und ehrlich gesagt auch nicht wirklich anstrebe, bin ich mir nicht wirklich sicher, ob der Vergleich so stimmt. Zumal die Bayern ja mit Sicherheit nächste Woche nachfeiern werden! Ich glaube, Sex mit einem recht stark verzögerten Orgasmus trifft es – wenn man schon in Ihrer Gedankenwelt bleibt – eher!«

Wie haben Sie ein paar Tage vorher in der Königsklasse das berauschende 6:1 gegen Porto erlebt beziehungsweise hatten Sie mit so einer Wende noch gerechnet?
Henni: »Ich habe vor allem nicht damit gerechnet, dass ich ausgerechnet hier an dieser Stelle gleich mehrere Fragen zu Bayern München gestellt bekomme! Oder wird das eine Kolumne für die ›Süddeutsche‹?«

Jetzt heißt der Gegner FC Barcelona, das vorweggenommene Endspiel? Oder machen beide die Rechnung ohne Real Madrid und »Obergockel« Cristiano Ronaldo?
Henni: »Ich bin Eintracht-Fan, und wenn mich irgendwas interessiert, dann das, wie das nächste Spiel gegen Werder Bremen ausgeht usw.!«

Na gut, dann von der großen weiten europäischen Fußball-Welt zur Niederung Bundesliga, zur Eintracht. Nach dem 0:2 in Dortmund, haben Sie nun die letzten Hoffnungen auf Europa für Frankfurt aufgegeben?
Henni: »Normalerweise widerstrebt mir das, solange es rein rechnerisch noch möglich ist. Das Blöde ist allerdings, dass sich die Eintracht seit einigen Jahren ähnlich verhält wie eine ganze Reihe Spezies in der Tierwelt, die bereits einige Wochen vorm Winterschlaf ihren Körper deutlich runterfahren. Nachdem sie ihre Vorräte beisammen haben, wird Ihre Motorik langsamer, ihr Jagdinstinkt lässt nach, und letztlich sind sie froh, wenn sie in ihrer Höhle liegen und pennen dürfen. Von daher bin ich mir nicht wirklich sicher, ob da noch viel bei rumkommt.«

Seit Alex Meier verletzt ist, trifft die Eintracht nicht mehr. Jetzt wird offenbar, wie wichtig dieser Spieler ist.
Henni: »Das erst jetzt zu begreifen, ist ungefähr so, wie wenn ein Achtzigjähriger plötzlich schnallt, dass frische Luft gesund ist.«

Das ist schön für Meier, aber auch ein kleines Armutszeugnis für die Mannschaft. Beim Schach oder Boxen lasse ich mir das noch gefallen, aber im Fußball kann oder darf doch der Erfolg oder Misserfolg nicht nur von einer Person abhängig sein!
Henni: »Das ist er ja auch nicht. Es wird schon in ein paar Jahren eine Eintracht-Mannschaft ohne ihn geben, und die muss deswegen dann trotzdem nicht gleich kollektiv in die nächste Schlucht springen. Als Matthäus seinerzeit Jürgen Grabowskis Karriere mit einem fiesen Foul vorzeitig beendet hat, haben sie in Frankfurt auch gedacht: ›Das war’s!‹ Was dann so nicht gestimmt hat.«

Vielleicht wollen wir nicht mehr so genau auf die Eintracht schauen, dafür auf den Frankfurt-Bezwinger Dortmund. Hat Sie Klopps Ankündigung vom Rückzug im Sommer überrascht bzw. was halten Sie davon?
Henni: »Nicht wirklich! Er hat eine Mega-Zeit gehabt und Herausragendes geleistet. Und dann hat er gemerkt, dass er das wahrscheinlich nicht wiederholen kann und dass sich die Magie dieser Zusammenarbeit nicht wiederholen lässt. Also beendet er diese Ära, wird sich demnächst nach etwas Neuem umschauen, die persönliche Reset-Taste drücken und ziemlich sicher ein weiteres Erfolgskapitel schreiben!«

Über diesen Zeilen wird am Abend aktuell das Pokalspiel zwischen Bayern und der Borussia platziert. Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich als Experte auszuweisen: Wie geht das Spiel aus?
Henni: »1:1 nach Verlängerung und 0:2 im Elfmeterschießen! Und die Eintracht gewinnt 3:2 in Bremen! Auch wenn Sie mich das nicht gefragt haben.«

Wollte ich ja gerade, wirklich …
Henni: »Ach ja? Und warum wächst jetzt Ihre Nase?«

Keine Ahnung. Ich muss weg. Tschüssi!
Henni: »Ciao! Pinocchio Herteux!«

Ach so, hätten Sie vielleicht noch die Lotto-Zahlen für heute Abend ...

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