Streifzug Wetterau

Die große Rubens-Schau im Frankfurter Städel

Die Kunst zweier Genies ist in diesem Februar in Frankfurt zu bestaunen. Das Städel zeigt Werke von Peter-Paul Rubens, während in der Schirn erstmals Arbeiten von Jean-Michel Basquiat zu sehen sind.
29. Januar 2018, 17:28 Uhr
Redaktion
rubens4_180118
Foto: Städelmuseum

Rubens. Viele kennen seine riesigen Aktdarstellungen. Dabei war der Barockmaler Peter-Paul Rubens viel mehr. Er war der wirkungsmächtigste und erfindungsreichste Künstler des 17. Jahrhunderts. Ab 8. Februar sind 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – im Städel in Frankfurt zu bestaunen.

Die Ausstellung will auch Kunstwerke zeigen, die Rubens inspiriert haben. Neben seinen Gemälden und Grafiken werden daher auch Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance zu sehen sein, auch Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, Rottenhammer und Elsheimer. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Städel-Direktor Philipp Demandt erklärt: »Mit diesem groß angelegten Ausstellungsvorhaben können wir unserem Publikum die Genialität eines außergewöhnlichen Künstlers in all ihren Facetten präsentieren.

Die umfassende Schau eröffnet einen faszinierenden Blick auf Meisterwerke des Barock, die den Betrachter - damals wie heute - in ihren Bann ziehen.« Rubens' Meisterwerke werden auf dem Markt zu Spitzenpreisen gehandelt. So war »Der bethlehemitische Kindermord«, der 2002 für 78 Millionen Dollar verkauft wurde, lange Zeit das teuerste Kunstwerk der Welt.

 

Basquiat: Der erste afroamerikanische Künstler, der zum Star aufstieg

Im Februar zeigt eine Ausstellung in der Schirn-Kunsthalle Werke eines der bedeutendsten Maler der 20. Jahrhunderts: Jean-Michel Basquiat. Rund 30 Jahre nach seinem Tod zeigt die Schau »Boom for Real« vom 16. Februar bis 27. Mai neben Gemälden und Zeichnungen auch Filme, Fotografien und Notizbücher. Basquiats Werke werden zu schwindelerregenden Summen verkauft. Die meisten sind in Privatbesitz und sind daher jetzt erstmals seit seinem Tod zu sehen.

»Es ist ein großes Privileg, die Werke im Original zu sehen«, sagt der österreichische Kunsthistoriker Dieter Buchhart »Basquiat war zu seinen Lebzeiten jemand, der Grenzen aufgebrochen hat. Er ist der erste afroamerikanische Künstler, der zum Star aufstieg.« 1982 war Basquiat auf der documenta der jüngste Künstler aller Zeiten. Die Ausstellung mit über 100 Werken zeigt auch die Anfänge Basquiats als Graffiti-Straßenkünstler. bf

Info

Öffnungszeiten
  • »Rubens. Kraft der Verwandlung « ist von 8. Februar bis 21. Mai im Städel-Museum zu sehen.Öffnungszeiten: Di., Mi.,Sa., So. und Feiertage 10 bis 18 Uhr, Fr. bis 21 Uhr, Mo. geschlossen. Führungen Di. 15 Uhr, Mi. 13 Uhr, Do. 18 Uhr, Fr. 19 Uhr, Sa. 16 Uhr und So. 12 Uhr.
  • »Basquiat. Boom for Real« wird von 16. Februar bis 27. Mai in der Kunsthalle Schirn gezeigt. Öffnungszeiten Di. und freitags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr, Mi. und Do. bis 22 Uhr. Führungen individuell buchen, per Mail: fuehrungen@schirn.de

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/mehr/streifzugwetterau/Streifzug-Wetterau-Die-grosse-Rubens-Schau-im-Frankfurter-Staedel;art175,381814

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung