02. November 2017, 13:00 Uhr

Gastro-Tipp

"Die Dunkel": Hier gibt es das beste Schnitzel der Wetterau

Bodenständig und traditionell hessisch - dafür steht "Die Dunkel" in Friedberg. Das Aushängeschild ist allerdings Wiener Art. Unser Gastro-Tipp.
02. November 2017, 13:00 Uhr

Es stimmt wirklich. Gerüchte wie »Nirgends schmeckt es so gut wie bei So-und-so« hört man ja oft. Aber in diesem Fall muss ich es zu hundert Prozent unterschreiben: In der Dunkel gibt es das beste Schnitzel in der Wetterau. Punkt. Seit die Traditionsgaststätte auf der Kaiserstraße im März neu eröffnet hat, hört man immer wieder, man soll dort unbedingt das Schnitzel probieren. Ich war trotzdem skeptisch – auch, weil es kein echtes »Wiener«, sondern lediglich ein Schweineschnitzel, also »Wiener Art« ist. Aber das, was mir Chef Fabian Körber serviert, ist wirklich sensationell: Hauchdünn geklopft, butterzart und mit einer Panade, die so luftig ist, wie ich sie noch nicht einmal beim Wiener Figlmüller gesehen habe.
 

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Körber, neben Sebastian Beck der zweite Geschäftsführer der Dunkel, freut sich über das Lob. Dass es den Gästen schmecke, sei das Wichtigste. »Und dass sich die Stammgäste weiterhin wohlfühlen.« Daher habe man zwar Details verändert, den Stil ein bisschen verfeinert, aber den Grundcharakter so gelassen.

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Daher sind die Gerichte in der Dunkel auch bodenständig wie eh und jeh. Und: Traditionell hessisch. Zur Vorspeise gibt’s daher einen Handkäs mit (einer ganzen Menge) Musik für 4,90 Euro und Wurstsalat. Dazu: Frisches Bauernbrot und Butter. Beides schmeckt, wie es schmecken soll.

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Das Rad neu erfunden wurde hier nicht, aber das sei auch nicht das Ziel, sagt Fabian Körber: »Die Klassiker laufen einfach am Besten und müssen daher stimmen. Zum Experimentieren haben wir unsere Saisonkarte.«

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Ab 11.November gibt es zum Beispiel Gans. Gerade stehen Wildgerichte auf der Saisonkarte – geschossen seien Hirsch, Wildschwein und Co. von einem Jäger aus der Region. Überhaupt: Wer sich die Karte genauer anschaut, erkennt einige »Local Heroes« der Gastronomie-Szene: Es gibt »Kultland«-Bier aus Ockstadt und Apfelschnaps von »Born in the Wetterau«. Neben dem Schnitzel, zu dem dick geschnittene Pommes Frites und ein Salat mit Joghurt-Dressing gereicht werden (9,90) bestellen wir Ochsenbrust auf Grüner Soße mit Salzkartoffeln (11,90). Die Fleischportion ist ordentlich und lecker. Die Soße dazu ist zwar wirklich so richtig grün, könnte aber für meinen Geschmack ruhig etwas kräftiger sein.

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Allzu viele Gerichte stehen nicht auf der Karte. Mit Absicht, sagt Körber: »Wir wollen alles frisch anbieten. Da wir aber nur sechs Flammen und eine kleine Küche haben, müssen wir uns auf wenige Gerichte konzentrieren.« Desserts gibt es nur zwei: Crème brûlée (passt nicht so ganz) und Apfelwein-Tiramisu (passt hervorragend). Wir entscheiden uns für Letzteres und werden belohnt: Der Nachtisch hat alles, was man sich von einem Tiramisu wünscht, dazu kommt eine frische Note durch den Apfelwein. Und das für nur 3,50 Euro. Abschließend lautet unser Urteil ganz klar: Rischdisch legger!

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